Notizbuch 90

Über die Arbeit. Beiträge vom und zum Symposium
der AG Freiraum und Vegetation 2016
Inge Meta Hülbusch zum 80sten Geburtstag gewidmet.
Helmut Böse-Vetter & Heike Lechenmayr (Red.)
A5, 224 Seiten, 14,00 Euro/Abo 11,00 Euro

Erscheint im September 2017. Vorbestellungen der limitierten Auflage sind ab sofort möglich. AbonnentInnen bekommen das Notizbuch zugeschickt.

Inhaltsverzeichnis

Zum 80sten Geburtstag von Inge Meta Hülbusch, der wir dieses Notizbuch widmen, haben wir drei ihrer Texte und eine Bibliographie ihrer Schriften in dieses Notiz-buch aufgenommen, die nicht zufällig zum Thema ‚Arbeit‘ und ‚Ertrag‘ gehören.
Wer sich die Literaturliste der Veröffentlichungen von Meta Hülbusch ansieht, stößt auf gleich drei Schwergewichte, die mit ihrem Namen verbunden sind, wo andere bereits mit einem hochzufrieden wären: „Leberecht Migge“, „Innenhaus und Außenhaus“, „Spurensicherung“. Nicht zu vergessen „Frauen und Gärten“, „Müttermanifest“, streitbare Bürgerinitiativlerin und und und (s. hier unter I. M. Hülbusch und Inge Meta Hülbusch). Alle diese Themen könnten auch unter der großen Überschrift „Spurensicherung“ versammelt werden, weil es bei allen darum geht, etwas verstehen zu wollen.

Im Verlauf der Vorbereitungen zum Symposium 2016 wurde das Thema ‚Subsistenz‘ anlässlich eines heftigen Disputs mit Frau Professor Gerda Schneider aus Wien um den Untertitel ‚Über die Arbeit‘ ergänzt, weil es unsere Diskussion viel besser zum Ausdruck bringt. Die Themenfindung entstand aus den Gedanken und der Kritik an der Einvernahme der einfachen Selbstversorger- und Hauswirtschaftsgärten in die Eventkultur und das Städtemarketing in Form von ‚Urban gardening‘, Selbsterntegärten, ‚essbarer Stadt‘ usw. … . Propagiert werden diese modischen Erscheinungen – wie Bernd Gehlken berichtet – mit Subsistenzproduktion, Subsistenzperspektive usw. … . Gemüse- und Obstgärten gab es schon immer und sie hatten tatsächlich mal eine lebenswichtige Funktion. Bernd Gehlken und Bernd Sauerwein berichten, daß ‚Subsistenz‘ ursprünglich den Lebensunterhalt, den Bestand meint. Und damit gehört außerhalb der Erwerbstätigkeit eine Menge an Nebenher dazu, wie K. H. Hülbusch es in der Einführung zum Thema beschrieben hat. Es ist der Haushalt mit Wäsche flicken, Kochen, Backen, Putzen, Aufräumen, Reparieren, Nachbarschaftshilfe, Kindererziehung – wie Petra Arendt berichtet. Das Gärtnern wie der Haushalt fangen, wie Hannah Arendt schreibt, immer wieder von vorne an, aber das Produkt liegt beim Gärtnern, weshalb die ‚Subsistenzdebatte‘ wohl immer wieder an den Möhrchen fest gemacht wird und nicht an der täglichen Arbeit. Das hat uns bewogen den Unter-titel des Symposiums für dieses Notizbuch als Titel ‚Über die Arbeit‘ zu nehmen und groß zu schreiben.